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inhalt dieses dokuments: typologie | instrumententypen | saitenbezeichnungen | stimmung | bünde | lautenbaumeister | links software | links lautenbauer | links saitenhersteller

Typologie

Die Laute ist ein Instrument mit etwa den folgenden Eigenschaften:

Laute: Bezeichnung der Teile

Instrumententypen

Lauten wurden in verschienen Stimmlagen (Familienbauweise) gebaut. Bei Praetorius (Syntagma Musicum II) werden die folgenden Stimmlagen beschrieben:

Lautentypen Praetorius

Lautenbezeichnung Stimmung
   
1. kleine Octavlaut d '' oder c ''
2. klein Discant laut h ''
3. Discant Laut a '
4. Recht Chorist- oder AltLaute g '
5. Tenor Laute e '
6. Der Baß d '
7. Die GroßOctav BaßLaut g

TheorbenZu Beginn des 16. Jahrhunderts hatten die Lauten meist 6 Chöre (11 Saiten). Bis zum Ende des 16. Jahrhundert erhöhte sich die Anzahl der Chöre auf bis zu 10 Chöre. Bis zur Mitte des 17. Jhd. (ca. 1635) werden Lauten auf 11-13 Chöre erweitert. Damit waren die technischen Möglichkeiten der Spielbarkeit der tiefen Saiten erreicht. Die Erweiterung des Klangraumes in tiefere Tonlagen wird durch Verlängerung des Halses (Theorbierung) möglich.

Die Verlängerung mit einem 2. Wirbelkasten an dem verlängerten Hals führt zur Arciliuto (Theorbierte Laute). Die oberen 6-8 Chöre werden in Lautenstimmung gestimmt und bis auf die oberste Saite doppelt bespannt.

Eine andere Bauform stellen die meist größer mensurierten Theorben dar. Es werden Theorben (Paduanische Theorbe) und Chitarronen (Romanische Theorbe) unterschieden. Die Oberen 6 Chöre dieser Instrumente wurden entspr. der Stimmung der Alt-Laute (G-Stimmung) gestimmt, mit dem Unterschied, daß die oberen 2 Chöre wegen der großen Mensur eine Oktave tiefer gestimmt waren. Die typologischen Unterschiede zwischen Theorben und Chitarronen sind nicht ganz klar abzugrenzen. Meist werden jedoch Theorben mit einer besonders großen Mensur als Chitarronen bezeichnet.

Die Barock-Laute ist die Weiterentwicklung der Laute in der Barockzeit. Die oberen 2 Chöre werden nur noch mit einer Saite bespannt. Nach vielen Versuchen mit der Stimmung der Laute setzt sich schließlich etwa in der Mitte des 17. Jhd. die d-moll Stimmung durch.

Saitenbezeichnung für die Lautensaiten 
im 16. Jhd. und Saitenmaterial

1. Quint-Saite auch Chanterelle [engl. treble] (1 Saite)
2. Gesang-Saite [engl. small meane] (2 Saiten: unisono)
3. Mittel-Saite [engl. great meane] (2 Saiten: unisono)
4. Klein-Brummer [engl. countenor] (2 Saiten: Bass + Oktave)
5. Mittel-Brummer [engl. tenor] (2 Saiten: Bass + Oktave)
6. Groß-Brummer [engl. base] (2 Saiten: Bass + Oktave)
7. ... weitere Bass-Saiten werden im Laufe der Zeit eingeführt (ohne Bezeichnung)

Als Saitenmaterial wurden fast ausschließlich Darmsaiten verwendet.

Stimmung / Temperatur

Fragen der Lautenstimmung und Temperatur werden in gesonderten Dokumenten behandelt:

Bünde

Die Bünde der Laute werden aus Darmsaiten geknüpft. Hier sind 2 Beispiele für Bundknoten:

bundknoten    bundknoten

Lautenbaumeister (Renaissance / Barock)

Links zum Lautenbau / Programme

Programm Beschreibung / Links
   
Arto's String Calculator

Online Kalkulator für Saitenlängen und Material:
Startseite: Arto's String Calculator
 

String and Fret Calculator

Programm zur Bestimmung des Saitenmaterials etc. von Paul Beier
Info / Download: Sting and Fret Calculator Home Page
 

StringCalc32

Programm zur Bestimmung des Saitenmaterials für Windows
Info / Download: StringCalc32
 

Links zu Lautenbauern

Links zu Saitenherstellern

 

URL zu diesem Dokument:
http://www.lautenmusik.net/lautenbau.html
hans-stefan müller, 09.05.2005