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www.lautenmusik.net>tabulaturen
inhalt dieses dokuments: deutsche tab. | französische tab. | italienische tab. | spanische tab. | neapolitanische tab. | mensuralzeichen | links tabulaturen | links software | notenversand
Lautentabulaturen sind Systeme zur musikalischen Notation von Lautenmusik. Sie zeigen dem Musiker nicht die Tonhöhe an, sondern welche Saiten er in welchem Bund zu greifen und zu spielen hat. Die Länge der Töne wird mittels Mensuralzeichen angegeben.
Die geläufigsten Lautentabulaturen sind:
- Deutsche Tabulatur
- Französische Tabulatur
- Italienische Tabulatur
- Spanische Tabulatur
- Neapolitanische Tabulatur
Tabulaturen
Deutsche Tabulatur
Die deutsche Tabulaturschrift dürfte die älteste Tabulaturschrift
sein. Sie ist ist im Gegensatz zu den anderen Tabulaturen linienlos. Zur Bezeichnung
der Griffe werden Zahlen und Buchstaben verwendet. Die Buchstaben werden den
Bünden folgend quer über das Griffbrett gesetzt. Leere Saiten werden
mit Ziffern bezeichnet. Für die 5 oberen Saiten werden bis zum 5. Bund
einfache Buchstaben verwendet. Die im Alphabet (23 Buchstaben) fehlenden
2 Zeichnen werden mit
(et)
und
(con) oder
7 und 9 ergänzt. Ab dem 7. Bund werden die Buchstaben wiederholt, wobei
entweder die Buchstaben verdoppelt oder durch einen darüber gesetzten
Querstrich gekennzeichnet werden. Für den Groß-Brummer
gibt es verschiedene Systeme (Großbuchstaben oder Zahlen mit darüber
gesetzten Querstrich ...). Die Tonlängen werden durch
rhytmische Zeichen angegeben, die eine vereinfachte Schreibweise der Mensuralzeichen
darstellen.
Französische Tabulatur
Die Französische Tabulatur benutzt Grundlinien, die den jeweiligen Saiten entsprechen. Die oberste Linie entspricht dabei der höchsten Saite. Kleinbuchstaben auf oder über den Linien geben die zu greifenden Bünde an. "a" entspricht der leeren Saite. "b", "c" ... geben jeweils den 1., 2. und die folgenden Bünde an. Die Tonlängen werden durch rhytmische Zeichen angegeben, die eine vereinfachte Schreibweise der Mensuralzeichen darstellen.
Italienische Tabulatur
Die italienische Tabulatur benutzt ebenfalls Grundlinien, die den jeweiligen Saiten entsprechen. Die unterste Linie entspricht der höchsten Saite. Zahlen auf den Linien geben die zu greifenden Bünde an. 0 bezeichnet eine leere Saite. 1, 2, 3 ... bezeichnen die zugreifenden Bünde. Die Tonlänge wird durch Mensuralzeichen, ggf. auch durch die von diesen abgeleiteten rhytmische Zeichen angegeben.

Spanische Tabulatur
Die Spanische Tabulatur benutzt ein Grundliniensystem, bei dem die Linien den jeweiligen Saiten entsprechen. Die oberste Linie entspricht der höchsten Saite. Zahlen auf den Linien geben die zu greifenden Bünde an. 0 bezeichnet eine leere Saite. 1, 2, 3 ... bezeichnen die zugreifenden Bünde. Die Tonlänge wird durch Mensuralzeichen angegeben.

Mensuralzeichen / Rhytmische Zeichen
Die italienischen und spanischen Tabulaturen verwenden die Mensuralzeichen
für die Angabe der Tonlänge (Spalte 1). In den deutschen, französischen
und teilweise auch in italienischen Tabulaturen werden rhythmische Zeichen
aus Stil und Fahne (Spalte 2 und 3) verwendet. Die Brevis und Longa werden
nicht gebraucht. Töne die ausklingen sollen, werden mit dem Zeichen
bezeichnet.
| 1 | 2 | 3 | 4 |
| Semibrevis - Ganzton | |||
| Minima - Halbton (Neusidler: hacken) | |||
| Semiminima - Viertelton (Neusidler: leufflein) | |||
| Fusa (Fuselen) - Achtelton (Neusidler: coloratur) | |||
| Semifusa (Semifuselen) - Sechszehntelton (Neusidler: coloratur) |
Die rhytmischen Zeichen aus Spalte 2 können auch zusammengefaßt
werden: ![]()
Spielanweisungen
In den meisten Tabulaturen befinden sich Anweisungen für den Anschlag der rechten Hand. Anweisungen für den Fingersatz der linken Hand sind selten und beschränken sich meist auf die zu Lehrzwecken gedruckten Tabulaturen. Die verwendeten Zeichen und ihre Bedeutung sind im Dokument "Spieltechnik" erläutert.
Tempo, Takt
Konkrete Anweisungen über das Tempo (Metronomangaben) geben die Lautentabulaturen nicht. Das Tempo wird entweder von der Spielbarkeit (die kleinsten Notenwerte müssen noch spielbar sein) oder vom Rhythmus des Stückes bestimmt. Wesentlicher Anhaltspunkt für das Tempo/Spielweise ist die Bezeichnung des Stückes. Eine Übersicht über gängige Bezeichnungen ist im Dokument "Musikalische Formen" nachzulesen.
Folgende Symbole werden zur Bezeichnung des Taktes verwendet:
--------Grafik in Arbeit-------------
Tabulaturen im Internet
- The Lute Page (Tabulaturen im Postscript/PDF-Format)
- The Lute Page (Tabulaturen vom FTP-Server)
- Lute Tabulature
- Lute Lessons (Mark Wheeler, Fronimo-Dateien *.ft2)
- ABC ARCHIVE OF LUTEMUSIC (Chris Walshaw)
- Sixteenth-Century Printed Tablatures for the Lute, Guitar, and Vihuela (Quellenverzeichnis)
Computerprogramme für den Ausdruck von Tabulaturen
Die folgende Liste enthält Links zu den mir bekannten Programmen zum Ausdruck / Satz von Tabulaturen:
| Programm | Beschreibung / Links |
| abctab2ps |
Ein freies Programm zur Herstellung von Tabulaturen und Noten, das
auf der abc-Musik-Notation basiert. Läuft unter Unix, Windows,
DOS, Atari und anderen Plattformen mit ANSI C Compiler |
| Django |
für Windows |
| Fronimo |
für Windows |
| TablEdit |
TablEdit ist ein Tabulaturen Editor für Windows und Macintosh
Betriebssysteme |
| Tab |
für Unix, Mac, Windows: |
Notenversand
- SEICENTO NOTENVERSAND (Rainer Luckhardt)
- Das Streichinstrument (Norbert Winter)
- Thomas Guthoff Musikalienhandel (Online-Noten-Shop)
URL zu diesem Dokument:
http://www.lautenmusik.net/tabulaturen.html
hans-stefan müller, 11.03.2005



